{"id":43,"date":"2014-05-30T19:04:36","date_gmt":"2014-05-30T17:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.este-radweg.de\/?page_id=43"},"modified":"2014-05-30T19:27:12","modified_gmt":"2014-05-30T17:27:12","slug":"estetal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.este-radweg.de\/?page_id=43","title":{"rendered":"Estetal"},"content":{"rendered":"<p>Die Landschaft des Estetals wurde nach der letzten Eiszeit gepr\u00e4gt. Von Menschen bzw. deren Vorl\u00e4ufern war diese Gegend schon vor \u00fcber 30.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-67 size-medium\" src=\"https:\/\/www.este-radweg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/eisenmesser-159x300.jpg\" alt=\"eisenmesser\" width=\"159\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.este-radweg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/eisenmesser-159x300.jpg 159w, https:\/\/www.este-radweg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/eisenmesser.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/>000 Jahren besiedelt.\u00a0 Ab 1.000 v. Chr. wurde der Unterelberaum von s\u00e4chsischen, chaukischen und langobardischen St\u00e4mmen besiedelt. Die erste schriftliche Erw\u00e4hnung dieser St\u00e4mme erfolgte durch Ptolem\u00e4us von Alexandria in der Zeit um 150 n. Chr. R\u00f6mische Flottenverb\u00e4nde hatten ab 5 n. Chr. Kontakt mit den Einheimischen.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren breiteten sich besonders die Sachsen sehr stark aus, so dass der ganze Raum zwischen Elbe und Weser ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. zum s\u00e4chsischen Stammesgebiet zu rechnen war. Im 4. Jahrhundert reichte der s\u00e4chsische Siedlungsraum schon bis zum Wiehengebirge. Zwischen 400 und 450 n. Chr. wanderte ein Teil der k\u00fcstennahen Sachsen zusammen mit Angeln und J\u00fcten in das von den R\u00f6mern verlassene Britannien aus und gr\u00fcndeten dort &#8211; als &#8222;Angelsachsen&#8220; &#8211; K\u00f6nigreiche wie Wessex (Westsachsen), Sussex (S\u00fcdsachsen) und Essex (Ostsachsen).<\/p>\n<p>Bis zum fr\u00fchen 8. Jahrhundert konnte sich der Stammesverband immer mehr ausbreiten. In seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung entsprach &#8222;Sachsen&#8220; dem heutigen Bundesland Niedersachsen (einschl. Bremen) sowie Westfalen. Dieser Verbund wurde &#8211; nach heutiger Interpretation &#8211; demokratisch regiert. Wichtige Entscheidungen wurden auf der zentralen Versammlung (Thing) getroffen. Es gab keine K\u00f6nige oder ein \u00e4hnliches System.<\/p>\n<figure id=\"attachment_73\" aria-describedby=\"caption-attachment-73\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-73 size-full\" src=\"https:\/\/www.este-radweg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/karl_der_grosse.jpg\" alt=\"karl_der_grosse\" width=\"150\" height=\"232\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-73\" class=\"wp-caption-text\">Karl der Gro\u00dfe<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit 718 unternahmen die Franken Heerz\u00fcge gegen das s\u00e4chsische Gebiet. Dabei handelte es sich um Eroberungsz\u00fcge zur Vergr\u00f6\u00dferung des fr\u00e4nkischen Reiches. Die zeitgleich verlaufende christliche Missionierung blieb bei den Sachsen erfolglos. Erst nach der gewaltsamen Unterwerfung und Eingliederung in das Frankenreich fand eine Zwangs-Christianisierung statt. Die Sachsenkriege endeten mit der Eroberung Wigmodiens (Elbe\/ Weser-Dreieck) und Nordalbingiens (Nordelbien) im Jahre 804.<\/p>\n<p>Nach dem Zerfall des Frankenreiches unter den Erben Karls des Gro\u00dfen bildete sich im 9. Jahrhundert das Stammesherzogtum Sachsen heraus. Das s\u00e4chsische Adelsgeschlecht der Liudolfinger stellte mit Heinrich dem Ersten und den Ottonen ab 919 f\u00fcr \u00fcber 100 Jahre die ersten deutschen K\u00f6nige und Kaiser.<\/p>\n<figure id=\"attachment_71\" aria-describedby=\"caption-attachment-71\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.este-radweg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/hannwappen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-71\" src=\"https:\/\/www.este-radweg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/hannwappen.jpg\" alt=\"K\u00f6nigreich Hannover\" width=\"150\" height=\"109\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-71\" class=\"wp-caption-text\">K\u00f6nigreich Hannover<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die mittelalterlichen Machtverh\u00e4ltnisse darzustellen, w\u00fcrde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Hierzu gibt es umfangreiche Literatur. Wichtig ist, dass der Elbe\/ Weserraum bis zum 13. Jahrhundert unter s\u00e4chsischem Einfluss stand. Erst durch Entstehung des Herzogtums Braunschweig-L\u00fcneburg (1235) und die Einflussnahme des Erzbistums Bremen wurde der s\u00e4chsische Einfluss verdr\u00e4ngt. Erzbistum und Herzogtum gingen unter preu\u00dfischem Einfluss in das Kurf\u00fcrstentum Hannover \u00fcber. Nach dem Ende der Eroberung durch Napoleon (1803) geh\u00f6rte die Region des Estetals zum K\u00f6nigreich Hannover, um dann bis zum 1. Weltkrieg der preu\u00dfischen Provinz Hannover zu unterstehen. Nach den Weltkriegen liegt das Estetal im Bundesland Niedersachsen, im Regierungsbezirk L\u00fcneburg, im Landkreis Harburg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landschaft des Estetals wurde nach der letzten Eiszeit gepr\u00e4gt. Von Menschen bzw. deren Vorl\u00e4ufern war diese Gegend schon vor \u00fcber 30.000 Jahren besiedelt.\u00a0 Ab 1.000 v. Chr. wurde der Unterelberaum von s\u00e4chsischen, chaukischen und langobardischen St\u00e4mmen besiedelt. 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